
Neulicht am See/ NAS / 7.02.–15.03.2009
Ein nachtaktives internationales Kunstprojekt rund um den Maschsee Hannover
Veranstalter in kuratorischer Tätigkeit: Markus Hutter und Olav Raschke in Kooperation mit dem
Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen der Gartenregion Hannover.
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Aktuell erschienen:
Der Kunst-Jahreskalender 2011 zur Ausstellung mit ausgewählten Abbildungen.
Format: 42 x 30 cm, 14 Abbildungen, 4-farbig mit Texten von Kristina Tieke für 18,00 EUR zu bestellen unter:
kunstkalender@neulicht-am-see.de
Das Ausstellungsprojekt „Neulicht am See“ zeigt internationale zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum als nachtaktive Besonderheit. 22 künstlerische Positionen aus Deutschland und der Schweiz präsentieren rund um den Maschsee temporäre Installationen, die bei Einbruch der Dunkelheit über das Medium Licht zur Geltung kommen.
Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler arbeiten in unterschiedlichsten Bereichen der bildenden Kunst. Die verschiedenen Arbeitsansätze bilden somit die Grundlage für eine interessante Gesamtkonstellation.
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Das umfangreiche Außenprojekt stellt sich offen den urbanen Gegebenheiten und präsentiert sich in einer riskanten Jahreszeit. Auf offenem Gelände und außerhalb urbaner Dichte bilden die Werke der Künstler am Maschsee in frostiger Idylle eine exponierte Kette künstlerischer Ideen und Inhalte. Das Projekt „Neulicht am See“ spielt ironisch mit dem kontrovers diskutierten Thema von „Kunst im öffentlichen Raum“ und nutzt dafür die kalte Jahreszeit als äquivalenten Ausstellungszeitraum.
Bei Tageslicht bleiben die sichtbaren Konstruktionen inaktive Objekte, bei denen die fehlende funktionale Ebene eine andere Wahrnehmung bedingt. Erst bei Einbruch der Dämmerung werden die Arbeiten „aktiviert“ und pulsieren vom Abend/18:30 Uhr bis zum Morgen/6:30 Uhr in einem fünfwöchigen Zeitraum am Seeufer.
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Die Einzelpositionen unterbrechen den Rhythmus eines kontinuierlichen Spaziergangs, doch ihre in annähernd gleichem Abstand gesetzte Verkettung bestimmt das „Umlaufen des Sees“ mit dem Ziel, am Ende des 6,5 km langen Parcours alle Interventionen gesehen zu haben. Die eventuelle Vereisung der Seefläche stellt praktisch die Möglichkeit nach – auch andere Wege zur Kunst zu finden. Die „aktive Zeit der Kunst“ wird nicht nur durch die Gesamtlaufzeit, sondern auch durch die Nachtaktivität, durch das Zuführen von Strom, zu einer Sinnfrage, der sich nicht nur die Künstler inhaltlich und technisch stellen müssen.
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Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Kristina Tieke und Raimar Stange. Die Katalogpräsentation wurde aufgrund der verzögerten Fotodokumentation durch die anhaltende Schlechtwetterperiode zurück gestellt. Ein Kurzführer mit Standortbeschreibungen und das Ausstellungsplakat sind beim Infocontainer am Nordufer für jeweils 3,50 € erhältlich.
